Vom  Vitamin B zum Netzwerk

Im heutigen Artikel komme ich zum Thema Netzwerken schreiben. Es  ist  inzwischen etwas,  was zum beruflichen und privaten Lebensalltag dazu gehört. Auch für Hochsensible gibt es Netzwerkmöglichkeiten….hier geht’s entlang zum Artikel…

Eigentlich tun wir dies immer und überall. Sehen wir alte Bekannte, sind wir ohne es zu merken am netzwerken. Treffen wir neue Menschen, sind wir am netzwerken. Wir können ein Netzwerk als eine langfristige und tolle Investition sehen.

Der Name Netzwerken hat sich aus dem englisch sprachigen Raum ( networken, networking ) hier eingedeutscht. Im Wort stecken die Namen Netz und das englische Wort für arbeiten,  Work darin und man kann ableiten das es um die Arbeit im Netz geht. Ein Netz baut sich auf und bedarf der Pflege. Netzwerken geht online und offline, geschäftlich und privat. Es geht hier um eine Fähigkeit und nicht um eine Charaktereigenschaft. Auch die Soft Kills ( sozialen Kompetenzen ) sind nicht zu unterschätzen. Doch was ist das Geheimnis vom erfolgreichen netzwerken und worauf kommt es an? Wie oft muss ich dafür Einsatz bringen und lohnt es sich denn überhaupt  und was mache ich wenn ich eher der zurück haltende Typ bin? Setze ich auf nur Männer-  oder auf nur Frauennetzwerke? Wie kommen die passenden Kontakte zu mir? Muss ich viele Visitenkarten sammeln? All das sind Fragen die sich  jeder schon einmal gestellt hat. Auch ich….Man kann dabei Fehler machen und möchte dann lieber einen großen Bogen drum herum machen. Schauen wir uns an, was es zu beachten gibt.

Wichtige Vorüberlegungen, die man anstellen sollte:       

Die besten Netzwerker sind die größten Helfer. Netzwerken bedeutet helfen.  Die Gebermentalität wird hier angesprochen. Damit verbunden ist im 2.Schritt dann das nehmen. Damit bewegt sich netzwerken bestenfalls im intrinsischen Bereich. Wenn 1 Mensch geholfen wird, gibt das Energie. Eine win – win Situation für alle Beteiligten tritt ein. Es geht um die Einstellung dazu und dem Gedanken das Du etwas geben möchtest.

Wer gehört in mein Netzwerk? Die Antwort zu dieser Frage ist abhängig von der eigenen Vita, den beruflichen und privaten Überlegungen, Plänen und Zielen.

Wichtig sind Menschen, die ähnliche Ziele verfolgen  und Menschen, die schon dort sind, wo man selbst hin möchte. Ein ungezwungener und authentischer Umgang ist die beste Grundlage für erfolgreiches Netzwerken. Auch das miteinander teilen von Situationen wo es nicht perfekt läuft, schafft Raum für Tiefe, Verständnis und Menschlichkeit und schafft damit den Absprung über einen erweiterten Smalltalk hinaus. Es geht darum, eine Vertrauensbasis zum Gegenüber her zustellen. Es geht im 1. Schritt noch nicht darum, etwas „ verkaufen „ zu wollen. Geldgeschäfte kommen erst viel später zustande.

Passt der Kontakt vom Lifestyle, Charakter, meinen Wertevorstellungen,  Ambitionen und den Verhaltensweisen her und zu meinen Entwicklungsschritten zu mir?

Was macht der andere beruflich, was privat? Welche Kontakte bestehen bereits und wie baue ich das Kontaktenetz weiter aus? Wer seine Ziele definiert, behält den Blick fürs Wesentliche und kann das auch anderen vermitteln. Auf welche Veranstaltungen man dann geht sollte davon geprägt sein, nach welchem Typ Mensch man sucht.

Um die 5 % Typ Mensch zu finden, die wir wirklich in unserem Leben dabei haben wollen, ist der Schlüssel Authentizität. Damit ziehen wir die ungewollten 95 % gar nicht erst an.

 

Das sind die Grundregeln:

 

  1. Klasse statt Masse.

Ein Netzwerk ist nur so wertvoll wie seine Mitglieder. Wen man in seinen privaten/beruflichen Zirkel aufnimmt, sollte von den Zielen abhängen, nicht von der Statistik. Der Austausch und die Info Wege in kleineren Netzwerken ist schneller und überschaubarer als in großen Netzwerken. Der Austausch leidet eindeutig ab einer bestimmten Größe. Eine große Hilfe ist das man einander bekannt gemacht wird.

  1. Erst geben, dann nehmen.

Als Einstieg sind berufliche Gemeinsamkeiten und der Austausch von Wissen zu empfehlen. Ohne Erwartung, Anhaftung und Forderungen ( die Einstellung zum geben ) Es ist gut, entspannt dabei sein zu können und heraus zu finden, was anderen helfen könnte. Mit dem berühmten Helfersyndrom hat das wenig zu tun. Die gesunde Balance von geben und nehmen ist gemeint. Das was man gibt, bekommt man zurück. Davon lebt netzwerken. Ein anderes unterschätztes Problem ist, das viele Menschen nicht darum wissen, was ihnen weiter hilft. Wie soll da ein Netzwerk helfen können, wenn die Person selbst es nicht weiß? Damit macht man es dem Netzwerk unbewusst schwer, das ein ( ungefragtes ) helfen zustande kommen kann.

  1. Am Ball bleiben.

Ist die Verbindung herstellt, sollte diese vertieft werden – durch virtuellen Gedankenaustausch und persönliche Treffen. Kontakte möchten gepflegt werden. Das bedarf der Zeit, Geduld und beiderseitigem Vertrauen. Es ist also wichtig, im Auge zu behalten, das man Personen findet, mit denen man länger als 6 Monate, also langfristig in Kontakt bleiben möchte. Damit das eintritt, ist es wichtig das ein neuer geknüpfter Kontakt stark genug aufgebaut wird, damit dieser Kontakt die 6 Monatszeit überdauert.

Je mehr man anderen hilft, desto mehr wird der Aufbau einer langfristigen Beziehung möglich. Es geht hier auch ums tun.

Eine oft gestellte Frage: was bringt mir netzwerken?

Durch den Austausch mit Gleichgesinnten erhält man wertvolle Inspirationen, Infos , Ideen und es bringt einen an den berühmten letzten und zündenden Denkanstoß.

Nicht zu unterschätzen ist die Tatsache, daß man die richtigen Partner für gemeinsame Projekte und Kooperationen über das netzwerken finden kann. Ein jeder macht am liebsten Geschäfte mit den Menschen, denen man vertraut, die man mag und kennt.

Man gibt anderen Unterstützung und darf selbst so auch auf Unterstützung hoffen.

Eine völlig unterschätzte Komponente hat Netzwerken:

Man kann sich wunderbar darin üben , seine Soft Kills ( sozialen Kompetenzen ) zu verbessern. Dazu zählen  das aktive zuhören, die Umgangsformen, Höflichkeit und Diplomatie.

Passende Anlässe zum netzwerken:

  • Offline:

Berufliche Weiterbildungen,  Workshops, Seminare, Schulungen, Fachforen, Messen und Kongresse,  Mitgliedschaften in Fachverbänden, Branchenstammtische. Netzwerkveranstaltungen, Mittagsessen mit Kollegen aus anderen Firmenabteilungen, Firmenevents, Weihnachtsfeiern, Betriebssport. Vereine des gesellschaftlichen Lebens. Gemeinsame Teilnahme am  Leben. Treffen unter Freunden, Geburtstage, Feiern aller Art, Freizeitaktivitäten aller Art.

 

  • Online

Xing, Linkedin und auch Social Media Plattformen wie Facebook, instagram, Pinterest bieten gerade für die Menschen, die eher introvertiert unterwegs sind gute Möglichkeiten. Auch der beste gepflegte online Kontakt möchte irgendwann einmal in einen guten persönlichen Kontakt verwandelt werden.

 

Netzwerken ist ein hochsensibles Problem? Von wegen!

Menschen, die eher nach außen gerichtet sind und damit extrovertiert unterwegs sind bekommen mehr Energie, wenn sie von Menschen umgeben sind.

Für Personen, die eher introvertiert unterwegs sind bedeutet netzwerken ein größerer Energieaufwand.

Für Menschen, die eher nach innen gerichtet unterwegs sind, sind offline Veranstaltungen wie Veranstaltungen mit großen Menschenmassen eher ungeeignet. Die Lösung liegt hier in den eher  kleinen und überschaubaren Sachen. Die Begleitung von Bezugspersonen ist oft hilfreich. Regelmäßige Pausen vom netzwerken sind genauso wie für die extrovertieren Menschen wichtig wegen der guten und gesunden Balance.

Auch die online Welten sind eine Möglichkeit für kreative Auswege.